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Poker Strategie

Denn POKER IST EIN STRATEGIESPIEL und KEIN GLÜCKSSPIEL

Der Unterschied zu Casinospielen ist auch sehr leicht erklärt. Poker spielen Sie nicht gegen die Bank oder den Computer sondern gegen echte Menschen, die wie Sie an ihrem PC sitzen. Natürlich wollen wir an dieser Stelle auch darauf hinweisen das es beim Poker einen Glücksfaktor gibt,der nicht unterschätz werden darf. Längerfristig wird sich aber der bessere Spieler durchsetzen. Wenn man davon ausgeht, dass genügend viele Spieler eine große Anzahl von Händen spielen, wird auf lange Sicht statistisch jeder Spieler gleich viele gute und schlechte Karten bekommen. Also ist der Glücksfaktor gleich verteilt und der Spieler mit der besseren Strategie wird gewinnen. Poker ist also nur auf kurze Sicht gesehen ein Glücksspiel, langfristig gesehen ist es ein komplexes Strategie- und Geschicklichkeitsspiel.

Poker vereint mathematische, taktische und psychologische Bestandteile und ist damit ein sehr vielfältiges Spiel mit verschiedenen Aspekten.


Ich habe hier in diesem Teil etwas über die Pokerstrategie zusammengetragen, der Ihnen helfen solle, Ihre Fähigkeiten beim Pokerspiel zu verbessern. Es ist zu empfehlen, wor dem Lesen dieser Seite sich mit den Grundregeln von Texas Hold’em und mit den gängigen Pokerbegriffen vertraut machen. Falls Ihnen doch noch der eine oder andere Begriff unklar ist, haben Sie jederzeit die Möglichkeit im Glossar nachzusehen.

Dieser Strategieteil soll Ihnen in erster Linie die Grundlagen des Pokerspiels erklären. Nachdem Sie diesen Teil gelesen und verstanden haben, sollten Sie in der Lage sein, Texas Holdem am Pokertisch zu genießen und mit ein wenig Geschick auch zu gewinnen. Denn wenn man auch gewinnt, macht das Spiel auch richtig Spaß.

WICHTIGE TIPPS FÜR ANFÄNGER

Wer anfängt Poker zu spielen, sollte unbedingt mit Spielgeld beginnen. So lernt man ohne Risiko die Regeln des Spiels und das Benutzen der Pokersoftware. Wenn man an Spielgeldtischen öfter erfolgreich gespielt hat, kann man beginnen niedrige Limits an Echtgeldtischen zu spielen. Die Regeln an den Echtgeldtischen sind die gleichen, aber Sie werden bald merken, dass das Spiel anders gespielt wird.

10 Goldene Regeln für Poker Anfänger

* Beobachten Sie den Tisch bevor Sie zu spielen beginnen. Probieren Sie die Spielstile Ihrer Gegner zu erkennen. Jede zusätzliche Information verschafft Ihnen einen Vorteil!
* Poker benötigt viel Disziplin, lassen Sie sich nicht von Ihrer Neugier verleiten!
* Spielen Sie nicht wenn Sie müde, unkonzentriert oder abgelenkt sind.
* Lernen Sie nicht jedes Blatt zu spielen, Sie können und müssen auch folden. Sie müssen nicht jedes Raise bezahlen. Wenn die Wahrscheinlichkeiten gegen Sie sprechen, sollten sie passen. Nicht verlorenes Geld ist gewonnenes Geld.
* Lassen Sie sich nicht von der Zeit unter Druck setzen. Überlegen Sie bevor Sie handeln.
* Bluffen Sie nicht bevor Sie das Spiel verstehen. Wenn Sie sich an die Mathematik halten, werden Sie auch ohne bluffen gewinnen.
* Halten Sie sich an die Wahrscheinlichkeiten und Sie werden gewinnen.
* Akzeptieren Sie, dass die anderen gegebenenfalls besser sind. Wenn Sie an einem Tisch sukzessive verlieren ohne große Fehler zu begehen, dann sind Sie wahrscheinlich der schlechtere Spieler am Tisch! Wenn Sie glauben, dass Ihre Gegner zu stark sind, wechseln Sie den Tisch.
* Bleiben Sie Ihrer Taktik treu, egal ob Sie verloren oder gewonnen haben. Das Spiel ist immer das gleiche!
* Spielen Sie emotionslos. Emotionen haben am Pokertisch nichts verloren.

Merke: Mehr Gewinn durch schlaues Spiel!

BANKROLL MANAGEMENT

Die Bankroll ist der Geldbetrag, der Ihnen zum Spielen zur Verfügung steht. Bevor Sie spielen, sollten Sie sich eine gewisse Summe für Ihre Bankroll zur Seite legen. Spielen Sie nicht mit Geld, das Sie für Ihr tägliches Leben brauchen. Eine andere Definition für die Bankroll ist: Der Geldbetrag, den Sie sich erlauben können zu verlieren.

Um beim Poker erfolgreich zu spielen ist ein gutes Bankrollmanagement essentiell. Als Spieler muss man sich auch gegen eine länger anhaltende Pechsträhne wappnen. Dies tut man durch ein gutes Geldmanagement, welches zentraler Bestandteil Ihrer Pokerfähigkeiten ist.

Setzen Sie sich nie mit Ihrer gesamten Bankroll an einen Tisch. Als Grundregel gilt: Nehmen Sie maximal 5-10% Ihrer Bankroll mit an einen Tisch! Diese Regel gilt vor allem für “Sit and Go” -Turniere (Turniere mit begrenzter Teilnehmeranzahl, die starten, sobald diese Teilnehmeranzahl erfüllt ist) und Cashgamespiele. Für Spieler, die gerne größere Multi-Table-Turniere spielen empfehlen wir nicht mehr als 2% ihrer Bankroll auf einmal zu riskieren. Da bei diesen Turnieren im Internet oft zwischen 500 und 2000 Spieler teilnehmen, ist es selbst für einen guten Spieler schwierig in die Geldränge zu kommen. Ihre Bankroll bestimmt für Sie, welche Limits Sie spielen können.

Vergessen Sie nicht, dass Sie bei einer Auszahlung Ihre Bankroll kürzen, und diese dadurch anfälliger für Fluktuationen ist. Sie sollten nach einer Auszahlung entsprechend Ihrer neuen Bankroll zu niedrigeren Limits gehen.

Machen Sie eine Pause wenn Sie Ihre gesamte Bankroll verspielt haben. Spielen Sie erst wieder wenn Sie es sich wieder leisten können.



SPIELSTILE

Grundsätzlich spricht man im Poker von konservativen (tight) oder lockeren (loose) und aggressiven oder passiven Spielern.

* Konservatives Spiel heißt, dass man nur sehr gute Starthände spielt. Bei einem zehn Spieler Tisch sieht ein konservativer Spieler im Schnitt weniger als 25% der Flops.
* Lockeres Spiel heißt, man spielt sehr viele Starthände und hofft, dass man mit dem Flop seine Hand verbessert. Bei lockerem Spiel sieht man 30% oder mehr der Flops.
* Aggressives Spiel bedeutet, man übernimmt die Kontrolle am Tisch indem man viel setzt und erhöht. Man gewinnt dadurch auch Pots ohne Showdown, aber man riskiert auch höhere Verluste.
* Passives Spiel bedeutet, man überlässt anderen Spielern die Kontrolle am Tisch und bezahlt nur die Erhöhungen der anderen. Man gewinnt dadurch nur wenn man die beste Hand hat.

Spielstile Aggressiv Passiv
Tight (konservativ) Der Spieler spielt wenige Hände, diese aber sehr aktiv, probiert die Initiative zu übernehmen Der Spieler spielt wenige Hände, und diese sehr inaktiv, wartet auf die Aktionen der anderen
Loose
(locker) Der Spieler spielt viele Hände und erhöht mit diesen Händen sehr oft und viel

Der Spieler spielt viele Hände erhöht nur selten, und bezahlt sehr viel

Welchen Spielstil man wählt, hängt von der Anzahl der Spieler an einem Tisch ab. Je mehr Spieler an einem Tisch sitzen, desto weniger Starthände sollte man spielen. Wenn weniger Spieler an einem Tisch sitzen, sollte man mehr Starthände spielen.

In der Fachliteratur wird der konservative, aggressive Spielstil oft als der beste bezeichnet. Das heißt man spielt nur gute Hände, aber diese Hände spielt man dann sehr aggressiv.
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POSITION AM TISCH

Mit der Position wird grundsätzlich nicht die absolute Position an einem Tisch bezeichnet, sondern die Sitzposition im Vergleich zu der Position des Dealerbuttons. Als Anfänger unterschätzt man die Wichtigkeit und den Vorteil einer guten Position.

Als “Position” bezeichnet man den Spieler, der am Dealerbutton sitzt. Danach kommen die zwei Blinds. Die zwei Blinds und der nächste Spieler haben “frühe Position”, die drei nächsten Spieler haben “mittlere Position” und die drei letzten Spieler haben “späte Position”.

In jedem Spiel hat man Spieler, die rechts neben der eigenen Position sitzen und deswegen vorher handeln und man hat Spieler, die links von der eigenen Position sitzen, und deswegen nachher handeln. Weil jeder Spieler der vorher handelt, durch seine Handlungen Informationen preisgibt, hat man einen Vorteil, je mehr Spieler vor einem handeln müssen. Erhöht der Spieler? Wieviel? Wer bezahlt die Erhöhung? Als Grundregel kann man festhalten: Je später die Position ist, desto besser!

In später Position kann man schlechtere Karten spielen als in früher Position. Man muss dafür aber auch die gegebene Information sinnvoll nutzen. Poker ist ein Spiel, in dem ein Informationsvorsprung sich meist direkt in Geld ummünzt.
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WAHL DER STARTHÄNDE

Die Wahl der Starthände ist entscheidend über den Erfolg Ihres Spiels. Die Starthände kann man aufgrund von mathematischen Wahrscheinlichkeiten in ein Rangsystem einordnen. Die 10 besten Starthände sind:
1. AA
2. KK
3. QQ
4. JJ
5. AKs
6. TT
7. AQs
8. AJs
9. KQs
10. AK

Erklärung der Abkürzungen:
A Ass
K König
Q Dame
J Bube
T 10
9-2 Neun-Zwei
s suited (zwei Karten der gleichen Farbe, zum Beispiel zwei Herz oder zwei Karo)
x jede beliebige Karte

Der Einfachheit halber teilt man die möglichen Starthände in verschiedene Gruppen ein. Die Gruppen sind absteigend sortiert und auch innerhalb der Gruppen werden die Karten von links nach rechts schwächer.

1. Gruppe: AA, KK, QQ, JJ, AKs
2. Gruppe: TT, AQs, AJs, KQs, AK
3. Gruppe: 99, JTs, QJs, KJs, ATs, AQ
4. Gruppe: T9s, KQ, 88, QTs, 98s, J9s, AJ, KTs
5. Gruppe: 77, 87s, Q9s, T8s, KJ, QJ, JT, 76s, 97s, Axs, 65s
6. Gruppe: 66, AT, 55, 86s, KT, QT, 54s, K9s, J8s, 75s
7. Gruppe: 44, J9, 64s, T9, 53s, 33, 98, 43s, 22, Kxs, T7s, Q8s
8. Gruppe: 87, A9, Q9, 76, 42s, 32s, 96s, 85s, J8, J7s, 65, 54, 74s, K9, T8, 43

Es gibt keine absoluten Regeln wann man mit welcher Hand wie spielen kann. Es ist abhängig von den eigenen Chipstacks, von der Position und von der Höhe der Blinds. Die oben genannten Punkte stellen nur Anhaltspunkte zur Einschätzung der Stärke einer Hand dar.

Prinzipiell unterschätzen Anfänger oft das Potenzial von gleichfärbigen Verbindungskarten, wie zum Beispiel 7 und 8 in Herz. Diese Hände werden vielleicht nicht so oft gewinnen wie zwei Asse, aber wenn sie die Strasse oder das Flush fertig machen, werden Sie meistens einen großen Pot gewinnen, da diese Hände nicht so offensichtlich sind.
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POT ODDS

Wie bereits besprochen beinhaltet Poker natürlich auch eine nicht zu unterschätzende mathematische Komponente. Diese Komponente kann als Hilfe für die Entscheidung, ob man eine Erhöhung bezahlt oder nicht, dienen. Zum Beispiel:
Im Pot sind 40$ und sie haben Und der Flop kommt
7s8s

Ac10h9h

Der Gegner ist am Zug und setzt 10$.

Sie haben momentan nur die 8 als Highcard, mit der Sie mit größter Wahrscheinlichkeit verlieren werden. Aber jeder Bube und jede 6 geben Ihnen eine Strasse. Wie hoch ist also die Wahrscheinlichkeit, dass Sie eine dieser Karten treffen? Das gesamte Kartenpaket hat 52 Karten. Davon sehen Sie bereits fünf Karten, also bleiben 47 Karten übrig. Um Ihre Hand zu komplettieren benötigen Sie einen der vier Buben oder eine der vier 6en. Das ergibt ein Verhältnis von acht guten Karten zu 39 schlechten Karten. Die Chancen, Ihre Hand zu komplettieren stehen also 1:4,875

Jetzt wissen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Ihre Hand komplettieren, aber Sie wissen immer noch nicht, ob Sie die 10$ Erhöhung Ihres Gegners zahlen sollen. Für diese Entscheidung vergleicht man nun die Wahrscheinlichkeit des Komplettierens Ihrer Hand mit dem Verhältnis des Einsatzes zu dem möglichen Gewinn. Ihr Gegner hat 10$ gesetzt und 40$ sind bereits im Pot. Sie müssten also 10$ bezahlen um 50$ gewinnen zu können. Das ergibt ein Verhältnis von 5:1. Jetzt wird die Entscheidung einfacher. Sie haben eine 1:4,875 Chance Ihre Hand zu machen und würden 5:1 für Ihren Einsatz bekommen. Aufgrund dieser Berechnung wäre ein Call in dieser Situation gerechtfertigt. Das heißt zwar nicht, dass Sie diese Hand jedesmal gewinnen werden, aber langfristig werden Sie mit dieser Spielweise Profit machen.
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BETTING

Ein klassischer Fehler von Anfängern ist, dass Sie die falsche Erhöhung zum falschen Zeitpunkt machen. Es gibt viele Gründe warum man bieten bzw. erhöhen sollte. Im Folgenden werden wir hier die drei häufigsten Gründe erklären.
Value Bet

Als Value Bet wird eine Erhöhung bezeichnet, wenn man davon ausgeht, dass man die beste Karte hält und man den Pot erhöhen will. Man versucht den maximalen Betrag einzuschätzen, den die Gegner bereit sind zu bezahlen. Man will nicht, dass die Gegner die Karten passen, sondern den Pot auf die höchstmögliche Summe erhöhen um den maximalen Gewinn mit seiner guten Hand zu erzielen.

Spielt man gegen einen Gegner, der sehr konservativ spielt, sollte man nur kleine Value Bets machen, da er sonst passen wird. Gegen sehr lockere Spieler kann man deutlich höhere Value Bets setzen. Auch hier wird wieder deutlich, wie wichtig es ist Informationen über seine Gegner zu sammeln und eine gute Einschätzung ihrer Spielstile zu haben.
Semi Bluff

Als einen Semi Bluff bezeichnet man eine Erhöhung ohne eine gute Hand zu haben, aber mit vielen Möglichkeiten mit der nächsten (Turn) oder übernächsten (River) Karte eine gute Hand zu bekommen. Das Ziel ist, dabei zum einen eine starke Hand vorzutäuschen und den Gegner zum Folden zu bringen oder mit den nächsten Karten im Board die beste Hand zu haben. Durch diese kombinierten Chancen auf den Gewinn ist der Semi Bluff ein gutes Instrument. Allerdings muss man dafür auch genügend Chancen auf eine gute Karte haben. Als typische Beispiele lassen sich hier das Flush Draw und das Open Ended Straight Draw nennen.

Beispiel:
Sie haben Ah 4h und der Flop kommt mit 2s 3h Jh. Sie sind in der ersten Position und haben bis jetzt nichts. Aber jede Herz (noch 9 Karten) und jede 5 (4 Karten, wobei eine davon Herz ist) gibt Ihnen ein Flush oder eine Strasse und damit eine sehr gute Hand. Also sollten Sie setzen. Falls Ihr Gegner nichts hat wird er passen und falls er bezahlt gibt es immer noch 12 Karten, die Ihnen zu der wahrscheinlich besten Hand verhelfen.

Sie sollten den Semi bluff aber nicht zu oft verwenden, da Ihre Gegner dies sonst bald merken werden und Sie leicht ausspielen können.
Information Bet

Manchmal ist es gut in erster Position zu bieten um mehr Informationen über die Hand Ihres Gegners zu bekommen.

Zum Beispiel:
Sie haben KJ in mittlerer Position und bezahlen das Blind. Alle Spieler nach Ihnen folden, nur der Small Blind macht ein Raise. Sie entscheiden sich zu bezahlen und der Flop kommt K25 verschiedenfarbig. Sie haben also Top Pair getroffen und eine gute Hand, aber es könnte auch sein, dass Ihr Gegner AK, KQ oder KK, aber auch TT, JJ oder QQ hat. Um herauszufinden, wie stark Ihre Hand wirklich ist, sollten Sie ein kleines Bet machen. Falls Ihr Gegner Sie wieder erhöht können Sie davon ausgehen, dass Ihre Hand geschlagen ist und müssen diese passen. Wenn nicht, haben sie eine gute Chance diese Hand zu gewinnen.

Auch beim Information Bet ist es wichtig, dass Sie relativ genau wissen, welcher Spielertyp Ihr Gegner ist. Ein sehr aggressiver Spieler wird Ihr kleines Bet als Schwäche deuten und eventuell sogar mit einer schwächeren Hand ein Reraise machen. Dann stecken Sie in der Zwickmühle, weil Sie nicht wissen ob Sie nun bezahlen oder passen sollen.

Gegen einen aggressiven Spieler kann man ein Check Raise machen. Das bedeutet man checkt obwohl man eine gute Hand hat und hofft darauf, dass der aggressive Spieler ein Bet macht. Wenn man dann wieder an der Reihe ist, raist man den Gegner. Falls dieser keine gute Hand hat, ist er fast gezwungen seine Karten wegzuschmeißen. Falls er aber reraisen sollte ist es Zeit, dass Sie sich von Ihren eigenen Karten trennen.

STATISTIKEN
Wahrscheinlichkeiten für bestimmte Karten

In der nachfolgenden Tabelle stehen verschiedene Wahrscheinlichkeiten für das Erhalten bzw. Vervollständigen eines bestimmten Blattes. Alle Wahrscheinlichkeiten beziehen sich nur auf die Spielvariante Texas Hold’em.
PREFLOP (die ersten zwei Karten, die man vom Dealer verdeckt bekommt)
Wahrscheinlichkeit, vom Dealer ein Paar auf die Hand zu bekommen 5,9%
Wahrscheinlichkeit, vom Dealer zwei Karten gleicher Farbe zu bekommen 23,5%
Wahrscheinlichkeit, vom Dealer zwei Asse auf die Hand zu bekommen 0,45%
Wahrscheinlichkeit, vom Dealer zwei Verbindungskarten (aufeinander folgende Karten, z. B: 8 und 9 oder Bube und Dame) zu bekommen 25,7%

FLOP (die ersten drei Gemeinschaftskarten)


Wahrscheinlichkeit, beim Flop Drei Gleiche oder Vier Gleiche zu bekommen, wenn man ein Paar in der Hand hält 11,8%
Wahrscheinlichkeit, beim Flop ein Paar zu bekommen, wenn man zwei ungleiche Karten in der Hand hält 32,4%
Wahrscheinlichkeit, beim Flop einen Flush zu bekommen, wenn man zwei Karten gleicher Farbe in der Hand hält 0,84%
Wahrscheinlichkeit, beim Flop einen Flush Draw zu bekommen, wenn man zwei Karten gleicher Farbe in der Hand hält 11%

TURN und RIVER (die vierte und die fünfte Gemeinschaftskarte)
Wahrscheinlichkeit für einen open-ended Straight Draw (z. B. man hat 4 Karten in einer Reihenfolge und sowohl am unteren als auch am oberen Ende fehlt nur eine Karte für die fertige Strasse) 31,5%
Wahrscheinlichkeit eines Gutshot Straight Draw (es fehlt genau eine Karte in der Mitte um eine fertige Strasse zu bekommen) beim Turn oder River 16,5%
Wahrscheinlichkeit eines Flush beim River 19,6%
Wahrscheinlichkeit eines Straight beim Turn 17%
Wahrscheinlichkeit eines Straight beim River 17,4%

Vergleich der Gewinnwahrscheinlichkeit zwischen zwei Händen


Wahrscheinlichkeit, dass ein niedrigeres Pocket-Paar ein höheres Pocket-Paar schlägt 18,5%
Wahrscheinlichkeit, dass nicht gepaarte Overcards (höhere Karten) ein niedrigeres Pocket-Paar schlagen 45%
Wahrscheinlichkeit, dass ein dominiertes Blatt (z. B. AJ vs. AK) gewinnt 24%
Wahrscheinlichkeit, dass ein sehr hohes Blatt in einer Farbe gegen ein höheres Paar gewinnt (z. B. AA vs. KTs) 12,7%
Wahrscheinlichkeit, dass ein sehr hohes Blatt mit verschiedenen Farben gegen ein höheres Paar gewinnt (z. B. AA vs. KTo) 7,2%
Wahrscheinlichkeit, dass zwei verschiedenfarbige schwächere Karten zwei verschiedenfarbige stärkere Karten schlagen (z. B. BT vs. AK) 36,7%
Wahrscheinlichkeit, dass zwei gleichfarbige schwächere Karten zwei verschiedenfarbige stärkere Karten schlagen (z. B. BT vs. AK) 41%
Wahrscheinlichkeit, dass zwei verschiedenfarbige, nicht-aufeinander folgende schwächere Karten zwei gleichfarbige aufeinander folgende stärkere Karten schlagen (z. B. T4o vs. AKs) 32,4%

Wahrscheinlichkeit mit bestimmten Händen zu gewinnen
AA (zwei Asse) 75%
KK (zwei Könige) 63,5%
DD (zwei Damen) 56,1%
BB (zwei Buben) 50%
AKs (Ass und König in derselben Farbe) 51,1%
AKo (Ass und König in verschiedenen Farben) 48,1%
AQs (Ass und Dame in derselben Farbe) 46,5%
TT (zwei Zehner) 43,5%
AJ (Ass und Bube in derselben Farbe) 41,7%
AQ (Ass und Dame in verschiedenen Farben) 42,4%

Die Hände, die die meisten Pots gewinnen
Zwei Paare 31%
Ein Paar 27%
Drilling 12%
Straße 9%
Flush 9%
Full House 9%
High Card 2%
Vierling 1%
Straight Flush 1%
Royal Flush 1%

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