Poker

Was ist dran am Superuseraccount bei UltimateBet?

images_ultimatebet.jpgDie Onlinepoker-Branche ist sehr sensibel, was mögliche Cheats und Betrugsversuche bei Pokerclients betrifft. Jeder Verdacht wird sofort untersucht-kein Anbieter kann sich einen Skandal erlauben.

In den Fokus der Onlinecommunity geraten ist diesmal UltimateBet. Dem Anbieter wurde bereits Anfang dieses Jahres gemeldet, dass es einen Spieler geben soll, der auffällig oft gewinnt. Der Vorwurf hatte sofort höchste Priorität, den UltimateBet gehört zur selben Unternehmensgruppe wie Absolute Poker.

Jeder Pokerinsider kann sich noch an Skandal bei Absolute Poker erinnern, der 2007 die Pokerbranche aufwühlte. Das Unternehmen hatte dadurch einen großen Imageschaden erlitten, ein weiterer Skandal würde das sichere Aus bedeuten.

Im Detail geht es um einen Spieler mit dem Nicknamen “NioNio”, dem in diversen Pokerforen vorgeworfen wird, einen Superuseraccount bei UltimateBet zu besitzen.

Er pokerte laut mehreren Spielern “zu gut”, konnte außergewöhnliche Gewinnstatistiken aufweisen und soll sogar die Möglichkeit gehabt haben, die Karten der Gegner zu sehen. “NioNio” spielte Cashgames auf Tischen mittleren Levels und dominierte ziemlich jede Runde, bis er plötzlich von der Bildfläche verschwand.

Das Management von UltimateBet hat daraufhin sofort Untersuchungen eingeleitet, hunderttausende Hände analysiert und nun ein offizielles Statement dazu abgegeben. So stellten die hinzu gerufenen Experten fest, dass die Vorwürfe offenbar gerechtfertigt sind und deswegen weitere Untersuchungen eingeleitet werden.

Nun sind folgende Fragen zu klären:
Hatte “NioNio” einen unfairen Vorteil gegenüber den anderen Spielern?
Wenn ja, was war dieser Vorteil und wie wurde er ausgenutzt?
Gab es auch andere Konten, die der Spieler nutzte?
Wer besitzt das Spielkonto?

Die Untersuchung sind am laufen und es wird noch einige Wochen dauern, bis es weitere Informationen dazu gibt. UltimateBet ist so oder so in einer ungünstigen Lage. Sind die Vorwürfe gerechtfertigt, kommt es zu Rückzahlungsforderungen.

Etliche Spieler hatten viel Geld verloren und wollen dieses natürlich zurück. Und die Online-Pokerbranche hat dann auch 2008 ihren Megaskandal.

Quelle: http://www.pokerspieleonline.de

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Was war das denn? CDU hat sich verpokert…

Die Ankündigung war eher banal, genau 16 Zeilen lang – und sie fand sich in etlichen Internetforen sowie in kleinen Regionalzeitungen: “Der CDU-Ortsverband Bargteheide (Schleswig-Holstein) veranstaltet mit Unterstützung der Jungen Union Stormarn am kommenden Sonnabend ein Pokerturnier. Interessierte treffen sich ab 16 Uhr im Restaurant Freizeitstuben (…). Das Startgeld in Höhe von 10 Euro wird für attraktive Preise verwendet. Aus organisatorischen Gründen bittet die CDU um eine Anmeldung (…).”

Die Kollegen von PokerToday machten sich am Wochenende auf den Weg und fanden tatsächlich ein wohlorganisiertes Turnier vor. Ca. 30 Teilnehmer zahlten das Buy-in und zockten den Nachmittag über um Sachpreise, die durchaus mehr wert zu sein schienen als die Summe des Unkostenbeitrags. Als Kassenwartin fungierte niemand anderes als die CDU-Ortsvorsitzende von Bargteheide, Cornelia Harmuth. Hendrik Maier, Ortsvorsitzender der CDU Oststeinbek, ließ sich unwidersprochen als Organisator des Turniers titulieren.

Es handelt sich um dieselbe CDU, die maßgeblich am Zustandekommen des neuen Glücksspielstaatsvertrags (seit 1.1.2008 in Kraft) beteiligt war. Poker ist demzufolge ein Glücksspiel, das außerhalb von staatlichen Casinos strengsten Restriktionen unterworfen bleibt. Schon allein die Formulierung im Pressetext “Das Startgeld … wird für attraktive Preise verwendet” hätte nach dem Buchstaben des Gesetzes sofort die Staatsanwaltschaft auf den Plan rufen müssen, denn solcherlei Vorgehensweise ist selbstverständlich illegal.

cduip1.jpgIntellipoker.com fragte nach beim zuständigen Ordnungsamt. Er habe am Freitag einen kurzen Anruf der CDU-Ortsvorsitzenden Harmuth erhalten, die ihn auf das Turnier hinwies, erklärt Dietmar Fleischmann, Chef der Ordnungsamtes Bargteheide, der sich im Nachhinein über die reichlich verspätete Anfrage recht irritiert zeigt: “Normalerweise würden wir uns mit so einer Veranstaltung nur nach einem längeren Vorlauf beschäftigen. Aber da mir in diesem Fall die beteiligten Personen sehr gut persönlich bekannt sind und keine illegalen Aktivitäten zu befürchten standen, haben wir ein Auge zugedrückt.” Den Schwarzen Peter gibt Fleischmann zunächst an diejenigen Mitarbeiter weiter, die im Vorfeld die entsprechende Plakatierung hätten genehmigen müssen: “Da hätte bereits eine Mitteilung an meine Behörde erfolgen müssen.”

Künftig werde, so Fleischmann weiter, der einschlägige kurze Dienstweg in so einer heiklen Sache nicht beschritten werden können: “Alle Beteiligten wurden darauf hingewiesen, künftig für vergleichbare Veranstaltungen einen längeren Vorlauf einzuhalten.” Im Übrigen ist der Behördenchef mit der aktuellen Regelung alles andere als zufrieden: “Da wird mit zweierlei Maß gemessen. Wenn das Skatturnier der freiwilligen Feuerwehr nach anderen Richtlinien beurteilt werden soll als ein Pokerturnier um Sachpreise, entsteht eine Ungleichbehandlung, die nur schwer hinzunehmen ist.”

Mit großem Interesse vernahm auch Fred Suleyman die seltsamen Nachrichten aus Bargteheide. Der Hamburger, der in der Hansestadt einen Pokerroom betreibt sowie professionell Pokerturniere veranstaltet und damit in der Vergangenheit des öfteren große Schwierigkeiten mit den Behörden bekam, findet es zunächst einmal “extrem seltsam”, dass die CDU ihr Turnier quasi “auf Zuruf” genehmigt bekam:

Wenn man weiß, welchen Aufwand man normalerweise betreiben muss, um solche Genehmigungen zu erhalten, dann ist es fast ein bisschen lächerlich, dass ausgerechnet die CDU mehr oder weniger durchgewunken wird meint Suleyman, der die Vorgänge von Bargteheide gleichzeitig aber auch als Chance begreift:

Vielleicht ist es ein erster Schritt zu einer echten Gleichbehandlung. Wenn die Behörden den kurzen Dienstweg beibehalten und sich im Einzelfall zu unkomplizierten Entscheidungen durchringen, könnte Poker den Ruf der illegalen Hinterzimmer-Aktivität endlich mal verlieren.

Bild: http://www.intellipoker.com/

Quelle: http://www.intellipoker.com/

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German Pokerleague kurz vor dem Start

gpl_logo_whitebackground_300dpi.jpgIm April wird mit der „German Pokerleague“ (GPL) die erste bundesweite Live-Pokerliga vom Deutschen Pokerbund und Hauptsponsor PartyPoker ins Leben gerufen. In der ersten Saison gibt es Preise im Gesamtwert von 300.000$ zu gewinnen.

 

Nach mehr als einjähriger Planungsphase hat der „Deutsche Pokerbund“ die German Pokerleague ins Leben gerufen. Im April startet die erste bundesweite Live Pokerliga mit Unterstützung von PartyPoker.net und der World Pokerleague ltd. Der
Deutsche Pokerbund ist für Idee und Durchführung verantwortlich und die World Pokerleague stellt das nötige Know-how für die technische Unterstützung. Auf der Homepage der German Pokerleague, unter www.german-pokerleague.de, können sich Mitglieder des Deutschen Pokerbundes (www.deutscherpokerbund.net) ab dem 31. März als Einzelspieler oder als Team kostenlos anmelden.

Die Idee hinter der German Pokerleague ist es, jedem Spieler in Deutschland, unabhängig von seiner geographischen Lage ohne großen Aufwand die Teilnahme an einer Amateur-Pokerliga zu ermöglichen. „Die größte Problematik war die Gestaltung eines fairen, aber einfach strukturierten Ligaablaufs“ so ein Verantwortlicher des deutschen Pokerbundes über die Organisation der GPL. „Es war uns wichtig, bei der Strukturierung der Liga darauf zu achten, dass der beim Pokern so oft genannte “Glücksfaktor” weitestgehend ausgeschaltet wird.“

Pro Saison wird es 21 Spieltage geben. Diese werden von den Spielern in Eigenregie durchgeführt. Pro Spieltag werden intern Punkte vergeben, welche der Teamkapitän wöchentlich an die German Pokerleague weiterleitet. Auf diese Art entsteht über die Spieltage eine Team-interne Rangliste. Nach sieben Spieltagen werden die besten Spieler eines Teams sowie die Einzelspieler zu überregionalen Entscheidungsturnieren eingeladen. Die Entscheidungsturniere finden drei Mal pro Jahr statt, unterteilt in Nord-, Süd-, West- und Ostdeutschland. Durch die Teilnahme an diesen Entscheidungsturnieren entsteht eine bundesweite Rangliste. Bei den GPL Masters spielen dann die besten Spieler der laufenden Saison um den Titel des GPL Champions.

Durch die Anzahl der Spieltage und dem Format der Turniere wird der oft genannte Faktor „Glück“ in den Hintergrund gestellt. Ein einziger Sieg reicht nicht aus. Spieler müssen sich dauerhaft beweisen, um auch bei dem GPL Masters erfolgreich abschneiden zu können.

Insgesamt werden im Laufe der Spielsaison Preise im Gesamtwert von  300.000  $ vergeben. Der Finale Table der German Pokerleague wird auch im Fernsehen übertragen.

Zusätzlich zum normalen Ligabetrieb wird es auch „Teambattles“ geben. In diesem können sich Teams zum Zweikampf herausfordern, um sich in der Battle-Rangliste nach vorne zu arbeiten. Auch hier warten Sachpreise auf die besten Spieler.

Bei unklaren Situationen und Streitigkeiten wird während der Liga-Spieltage extra eine Schiedsrichter-Hotline vom deutschen Pokerbund zur Verfügung gestellt.

Quelle: www.deutscherpokerbund.net

 

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Neuerungen bei der World Series of Poker 2008

In 96 Tagen ist es soweit und mit der WSOP 2008 beginnt wieder das größte Pokerturnier der Welt. Der eine oder andere hat seine Reisepläne vielleicht sogar schon fertiggestellt – denn der Turnierkalender selbst wurde ja bereits zu Weihnachten veröffentlicht.

Schlangestehen bei der Anmeldung. Die Grundregeln der WSOP sind in jedem Jahr dieselben: Lange Schlangen bei der Anmeldung, Chaos, Rekorde und die üblichen “Harrah’s könnte dies oder jenes besser machen”-Rufe. Und genau das versucht man jedes Jahr wieder aufs Neue. Im vergangenen Jahr gingen allerdings zwei dieser “Verbesserungen” gründlich daneben. Zum einen das Zelt, das als zusätzlicher Turniersaal gedacht, aber für den Wüstenwind in Las Vegas gänzlich ungeeignet war. Zum anderen die neuen Spielkarten, die sich letztendlich als nicht lesbar und für den Spielbetrieb als untauglich herausstellten.

Und gerade für diese Spielkarten trägt das Player Advisory Council (PAC) eine hohe Mitverantwortung. Denn diese Gruppe, bestehend aus WSOP-Kommissar Jeffrey Pollack, WSOP-Mediendirektor Nolan Dalla, den Harrah’s-Verantwortlichen Howard Greenbaum, Ty Stewart, Gary Thompson, Bruce Benson, Joseph Scibetta, Jack Effel, den Medienvertretern Matt Maranz, David Swartz und Jamie Horowitz sowie den Pokerspielern Howard Lederer, Daniel Negreanu, Jennifer Harman, Annie Duke, Phil Gordon, T. J. Cloutier, Cyndy Violette, Robert Williamson III, Mickey Appleman, Wendeen Eolis, Barry Greenstein, Chris Ferguson, Bob und Maureen Feduniak, Marissa Chien, Tom Schneider und Steve Zolotow, hatte die Gelegenheit gehabt, diese Karten vorab in Augenschein zu nehmen. Anscheinend hatte man aber nicht mit der notwendigen Sorgfalt hingeschaut. Es steht zu erwarten, dass das PAC solche Dinge künftig genauer kontrollieren wird.

Auch die geänderte Turnierstruktur (doppelte Startchips und Wegfall einiger Level) entstand vor allem auf Initiative der Pokerspieler innerhalb des PACs. So gut gemeint diese Idee war – sie führte zwar zu einer Strukturverbesserung am Beginn des Turniers, erlaubte aber weniger Spielraum in der Endphase. Dies betraf vor allem die Limit-Turniere (wie z. B. auch die Stud-Events). Schlangestehen bei der Anmeldung

Letztendlich dürfte gerade den Pokerspielern innerhalb des PAC klar geworden sein, welche Anstrengungen Harrah’s jedes Jahr unternimmt, um eine noch bessere WSOP auf die Beine zu stellen, und dass es nicht immer so einfach ist, wie es von außen aussieht. Gerade Spieler wie Daniel Negreanu , der Harrah’s in der Vergangenheit gern für Vieles kritisiert hat, sind sich ihrer neuen Verantwortung bewusst geworden. Viele Profis und er selbst versuchen auch in diesem Jahr weiter aktiv an Verbesserungen mitzuarbeiten.

Matt Savage, einer der renommiertesten Turnierleiter und Mitbegründer der TDA (Tournament Directors Association) und ihrer Regeln, hatte kürzlich Gelegenheit zu einem Gespräch mit Jack Effel, dem Turnierleiter der WSOP. Jack stellte ihm dabei einige wichtige Änderungen und Neuerungen vor und erlaubte ihm auch, diese publik zu machen.

Auch wenn die international anerkannten TDA-Regeln weiterhin die Grundlage für die WSOP darstellen, gibt es einige spezielle Anpassungen. Die Wichtigste ist eine, die unter Turnierleitern sehr kontrovers diskutiert wird. Die “Show one, show both”-Regel wird während der WSOP nicht angewendet werden. Zwar ist es weiterhin nötig, beide Karten zu zeigen, um den Pot zu gewinnen, aber das Zeigen einer einzelnen Karte, nachdem das Spiel beendet wurde, ist zulässig. Dies war bisher bei der WSOP nicht der Fall. Diese Regeländerung wird besonders von Spielern wie Daniel Negreanu begrüßt, die darin ein wichtiges psychologisches Element des Spiels sehen.

Eine interessante neue Regel ist #36: “Excessive celebration through extended theatrics, inappropriate behavior, or physical actions, gestures, or conduct may be subject to penalty”. Dies bedeutet, dass übermäßiges Jubeln (egal, ob mit Worten oder Handlungen) mit einer Strafe geahndet werden kann. Matt Savage führt hier als Beispiel Hevad Khan und Humberto Brenes an, die sich 2008 unter Umständen etwas zurückhalten müssen. Aber auch der Gewinner der WSOP 2007, Jerry Yang, muss wohl seinen Auftritt neu überdenken. Auch wenn es mit Sicherheit keine einfache Aufgabe ist, diese Regel gerecht anzuwenden, dürfte sie grundsätzlich zur Verbesserung der Poker-Etikette beitragen (die leider in der Vergangenheit immer häufiger missachtet wird). In der betreffenden Regel heißt es dann weiter: “Any player that engages a member of the tournament staff during the celebration or utilizes any property of Harrah’s will be penalized”. Was darunter genau zu verstehen ist, wird sich zeigen. Aber als “Eigentum von Harrah’s” werden hier ausdrücklich (aber nicht ausschließlich) auch die Stühle genannt – ebenfalls eine Anspielung auf Hevad Khans Art, eine gewonnene Hand zu feiern.

Ob Regel #43 damit zu tun hat, dass sich die UIGEA als zahnloser Tiger entpuppte, oder Harrah’s als nicht mehr börsennotiertes Unternehmen mehr Freiheiten hat, ist schwer zu bewerten. Tatsache ist aber, dass das Werbeverbot für Onlineanbieter gelockert wird. Dementsprechend werden wieder viele .com-Logos von Pokeranbietern zu sehen sein. Allerdings sind Unternehmen, die Kunden aus den USA akzeptieren (z. B. PokerStars und FullTilt), auf die Verwendung der .net-Logos beschränkt. Ebenfalls ist es diesen Anbietern weiterhin nicht erlaubt, Spieler in ihrem Namen für Events anzumelden.

Eine wichtige Regel für Online-Blogger dürfte #88 sein: “Penalties will be given for using the phone at the table, whether in a hand or not.” Diese Regel verbietet die Benutzung von Telefonen am Tisch unabhängig davon, ob ein Spieler aktiv in einer Hand involviert ist oder nicht. Darüber hinaus verbietet Regel #89 die Benutzung von “iPhones, iPod Touches, Treos, Blackberrys”. Der genaue Text der Regel lautet, dass MP3 Player, iPods etc. nur erlaubt sind “… so long as the approved electronic devices can not access the internet, send or receive SMS texts and are not equipped with any type of communication device”. Es ist also nicht entscheidend, dass ein Gerät eine Verbindung zum Internet hat, als Telefon benutzt oder eine SMS versendet wird – das Verbot greift schon, wenn allein die technischen Möglichkeiten dazu vorhanden sind!

Wie bereits am Anfang erwähnt, wurden die grundsätzlichen Blind-Strukturen der einzelnen Events noch einmal überarbeitet, um vor allem die Spielqualität in der Endphase zu verbessern. So gibt es unter anderem ein zusätzliches Level zwischen 400/800 und 600/1.200 (Level 9) sowie zwischen 10.000/20.000 und 15.000/30.000 (Level 21). Und im Endgame zwischen 20.000/40.000 und 60.000/120.000 sind es nun sechs Level (statt wie bisher vier). Da jedes dieser Level mindestens 60 Minuten dauert, kann man sich vorstellen, dass dies deutlich positive Auswirkungen haben wird.

Das Pokerzelt ist definitiv Geschichte. Dafür wird ab dem 14. Juni ein zusätzlicher Raum innerhalb des Harrah’s Convention Centers zur Verfügung stehen. Durch den Wegfall des Zeltes kann der außenliegende Platz nun wieder für die Pokerküche genutzt werden. Dafür werden die Räume, in denen sich 2007 die Pokerküche und 2006 die Pokerroom-Lounges befanden, nun für die Satellite-Turniere zur Verfügung stehen. Dies wird die Situation im Hauptraum (dem Amazon Room) wesentlich entspannen. Darüber hinaus hat man sich entschieden, ein Maximum von 2.760 Spielern (276 Tische) pro Event zuzulassen. Dementsprechend wird es keine “Alternates” geben. Ist die Zahl von 2.760 erreicht, wird die Anmeldung geschlossen. Ausgenommen davon sind Event #2 und der Main Event, die mehr als einen Starttag haben. Allerdings wird es in nicht ausverkauften Events weiterhin möglich sein, sich bis zum Ende des zweiten Levels für das Turnier anzumelden.

Deutliche Verbesserungen soll es bei den Schlangen bei der Anmeldung und Auszahlung geben. Die Anmeldung ist während der WSOP 24 Stunden am Tag geöffnet – beginnend zwei Tage vor dem ersten Event. Während der Hauptzeit (von 10 bis 18 Uhr) sollen 16 Schalter (plus fünf weitere für Diamond-/Seven-Star-Mitglieder) zur Verfügung stehen. Entsprechend wurde auch die Anzahl der Auszahlungsschalter erhöht.

Während des Main Events 2007 gab es große Verwirrung, da die Farben der Chips mit den Werten 5.000, 25.000 und 50.000 relativ ähnlich waren. Dies führte dazu, dass es für die Medien sehr schwer war, akkurate Chipcounts zu liefern und einigen Spielern Fehler bei den Einsatzhöhen unterliefen. Um dies zu vermeiden, werden für 2008 die 25.000er-Chips ersetzt.

Bis auf einige kleinere Änderungen bleibt das Team, das die WSOP geleitet hat, im Amt. Erfreulicherweise betrifft dies auch Jack Effel als Turnierdirektor. Er hat in der Vergangenheit gute Arbeit geleistet, stand aber speziell 2007 in der Kritik von einigen Spielern, die sich ungerecht behandelt gefühlt hatten. Harrah’s hat sich hier aber ganz offensichtlich hinter Effel gestellt und einem verdienten Mitarbeiter, der für Harrah’s bereits seit mehr als 10 Jahren vornehmlich als Turnierleiter und stellvertretender Turnierleiter tätig ist, den Rücken gestärkt.

Uns steht also ganz offensichtlich wieder eine interessante und spannende WSOP 2008 bevor. Die Spekulationen über die Teilnehmerzahlen und den Gewinner des Main Events sind eröffnet und werden in der nächsten Zeit sicher wieder einen großen Raum in den diversen Foren einnehmen.

Quelle: isa-casinos.de

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